Silkes Bunny-Village
Tierschutz

Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit 
Albert Schweitzer 

 

Tierschutz ist für mich kein Diskussionsthema, sondern eine Lebenseinstellung.

Tierschutz ist kein Reden, sondern Handeln.

 

 

Jedes Tier hat ein Recht auf Leben, jedes Tier hat ein Recht darauf, geachtet zu werden.

Jeder Mensch kann in seinem Alltag Tierschutz leben.
 
Schon als Kind nehme ich Schnecken und Käfer von der Straße, damit sie nicht überfahren werden.
Spinnen werden rausgesetzt, nicht getötet.
 
 

Vögel, die gegen die Fensterscheibe geflogen sind, werden gehalten und gewärmt,
bis sie sich erholt haben.

 

Igelbabys, die im Herbst noch viel zu leicht sind, um den Winter zu überstehen, dürfen im Gewächshaus überwintern.
 
  

Hornissen, Wespen und Bienen werden weder vertrieben noch getötet. 

 

Sie tun uns nichts! Wespen und Hornissen dürfen bei uns ihre kunstvollen Nester bauen. 

Bienen sind bedroht von der Varroa-Milbe und durch Pestizide.

Schon Kinder können lernen, wie kostbar das Leben der Insekten ist.
 
 

Der Garten ist naturbelassen und bietet unzähligen Tieren ein Zuhause.

 

  
 
 Ich kaufe bewusst ein und achte zum Beispiel darauf, dass ich Eier von glücklichen Hühnern kaufe.
 
 

Ein Fundkaninchen bekommt Junge. Ich gebe ihnen ein Zuhause.
 

Ich nehme ein verhaltensgestörtes, bissiges Kaninchen auf,

weil das Tierheim es nicht vermitteln kann.  


Ich überrede Nachbarn, mir ihren unkastrierten Rammler anzuvertrauen, den die Tochter nicht mehr haben möchte.  

Er wird kastriert, mit einem Pflegekaninchen vergesellschaftet und bekommt ein neues Zuhause. 

 
 Ich kämpfe wochenlang um Kaninchen Molli, als sie an Enzephalitozonoose erkrankt.

Ich merke Molli an, dass sie leben möchte, obwohl sie lange nur in einer Transportbox hausen kann wegen ihrer heftigen Drehanfälle.

Molli übersteht die akute Phase und lebt noch einige Monate glücklich zusammen mit ihrem Partner Schlappi.

 
 

Kinder von Bekannten möchten Meerschweinchen haben.
Ich organisiere Notfall-Schweinchen, um die Zoohandlung und damit die Zucht nicht zu unterstützen und berate bei der artgerechten Haltung und Ernährung.

 

 Das Meerschweinchen von Freunden ist krank.
Ich fahre mit ihm zum Tierarzt, da die Familie selber dazu nicht bereit ist.

 

Ein Mädchen aus dem Dorf hat eine Kaninchenfamilie, die Rammler alle unkastriert. Ich organisiere Geld für die Kastrationen, macheTierarzttermine, fahre mit den Kaninchen in die Praxis und übernehme die Nachsorge bei mir Zuhause. Das Mädchen wird intensiv beraten, so dass alle Kaninchen später besser gehalten und ernährt werden.

 

Das alles ist nichts Besonderes, sondern normaler Alltag.

 

Ähnliches kann jeder von Ihnen täglich tun, um Tieren zu helfen.

 

Niemand muss spektakuläre Taten vollbringen.

Aber jeder sollte genau hinsehen, vielleicht sogar beraten und informieren, vielleicht auch einmal anbieten, einen Tierarztbesuch zu übernehmen. Tierschutz fängt in den eigenen vier Wänden, auf dem eigenen Teller, auf dem eigenen Grundstück und in der Nachbarschaft an.

 

Wir alle können lernen, täglich aufs Neue darauf zu achten, wie es unseren Mitgeschöpfen geht. Werfen Sie einen Blick auf die Seite von Die Tierfreunde e.V. und denken Sie einfach mal darüber nach, ob unsere Kinder einen Zirkus besuchen müssen, in dem Tiere präsentiert werden. Meiden Sie den Besuch von Kleintier- und Bauernmärkten. Überdenken Sie Ihren Fleischkonsum. Wenn wir alle bewusster leben und genauer hinsehen, können wir gemeinsam eine Menge erreichen!

 

Solange Kaninchen mit Enzephalitozoonose zum Einschläfern beim Tierarzt abgegeben werden, weil die Besitzer sich und ihren Kindern den Anblick nicht mehr zumuten mögen, solange Kaninchen mit unvorstellbarer Zahnfehlstellung sich quälen und grausam verhungern müssen, weil niemand es für nötig hält, mit ihnen zum Tierarzt zu gehen, solange Katzenbabys ertränkt, an die Wand geklatscht oder lebendig begraben werden, weil die Menschen kein Geld für Kastrationen ausgeben wollen, solange Meerschweinchen einsam in lauten Kinderzimmern gehalten, als Kinderspielzeug missbraucht oder einfach ausgesetzt werden, solange muss es "verrückte" Menschen wie mich und viele andere geben, die hinsehen, erkennen und handeln.

Gehen Sie mit offenen Augen und Ohren durch die Welt!

Sehen Sie genau hin, erkennen und handeln Sie!

Tierschutz bedeutet manchmal auch, NEIN zu sagen.

Nein, wenn die Kinder gerne ein süßes kleines Kaninchen haben möchten,

man aber keinen Platz für die artgerechte Haltung von  mindestens zwei Kaninchen hat.

Nein zu Spontankäufen in der Zoohandlung.

Nein zum Pelzmantel. 

Nein zu Kosmetikprodukten, für die Tierversuche gemacht wurden.

Natürlich können wir nicht alle Tiere dieser Welt retten.

Aber wir können es täglich aufs Neue versuchen!

 Silke Rank 

 

 

 

Ein Tierschutzgedicht zum Nachdenken

Tierschutz, als unbequem bekannt,
wird lächelnd Spinnerei genannt
Wen kümmert denn ein Hund, der friert,
an kurzer Kette vegetiert?
Wen Katzen, die, kaum produziert,
Verkehr und Jäger dezimiert?

Was regt man sich unnötig auf,
weil angeboten zum Verkauf
und Lockmittel für manch ein Kind
Tiermassen auf dem Markte sind,
die, wenn der Neuheit Reiz vorbei,
man weitergibt, von Skrupel frei.

Wen stört´s, wenn dann auf Inserate
ein Händler wieder Zugriff hatte
sich tarnt, er hätt den besten Platz
für diesen süßen Katzenschatz,
das Tier nach qualvollem Transport
ausliefert dem Versuchstiermord?

Was tut´s, wenn für das Wohl der Menschen
Millionen Tiere schmerzvoll enden?
Warum nicht erst an Tieren testen,
was wir nicht selbst erdulden möchten?

Wenn Menschenmord als Schwerverbrechen
geahndet wird, warum nicht rächen,
an Wesen, die nur wehrlos zucken,
noch besser: frei von Schuld begucken.
Wie man im Film ersticht, zertritt
vom Tier zum Mensch – ein winziger Schritt!

Was macht es schon, wenn alles Vieh,
jetzt produziert in Batterie
auf engstem Raum , wo`s hingestellt,
nur für Profit und Nutzen zählt,
sich einmal frei bewegen kann,
auf seinem letzen Schlachthofgang?

Man weiß zudem, das Glück der Erde
liegt auf dem Rücken unsrer Pferde.
Da Gnadenbrot sich nicht rentiert,
zum Schlachten man sie exportiert.
Ihr Jammer ist bestimmt vergessen,
wenn wir Importsalami essen.

Auch weiß ein jeder ganz genau:
bei uns zählt nur mit Pelz die Frau.
Was fragt man nach der Tiere Zahl,
bei einem Nerz der ersten Wahl?

Was interessiert man sich so sehr
Für Robbenmord im fernen Meer,
für Hunde auf den Philippinen,
die totgequält zum Mahle dienen,
für Stierkampf, dieses Volksvergnügen
wo chancenlos die Tiere unterliegen?

Wer selbstlos für ein Tier tritt ein,
muss irgendwie suspekt doch sein!
“Sorgt erst für Menschen” hört man sagen.
Man ist versucht zurück zu fragen,
was denn der Vorwurfsvolle tat,
wieviel er schon geholfen hat?

Man ist erfreut, dann zu erfahren,
er spendet schon seit ein paar Jahren
zum guten Zweck ein Jahreslos.
Die Preise, die es gibt, sind groß.
Darauf wird kläglich er verstummen,
denn aktiv helfen nur die “Dummen”.

Was da als Spinnerei verlacht,
der Menschheit alle Ehre macht,
denn Tierschutz macht im Kleinen gut,
was menschliche Zerstörungswut
an der Natur im Großen schändet,
weil Menschheit vom Verstand geblendet
meint alles liegt ihr nur zu Füßen,
vergisst, dass sie es selbst wird büßen.

Sigrid Mayr-Gruber